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Harraga

Harraga

Harraga

Datum/Zeit
Mittwoch, 8. April 2009
19:30 - 21:00

Ort
naTo

Kategorie

Österreich 2008 (OmU), 60min.
Regie: Annika Lems & Christine Moderbacher

Mit Harragas bezeichnet man im gesamten maghrebinischen Raum diejenigen, die sich selbst oft als verlorene Generation sehen. Lieber nehmen sie den möglichen Tod im Meer in Kauf, als tatenlos in der erzwungenen Perspektivenlosigkeit zu erstarren.

Während Bilder über anonyme Menschenmassen, die jeden Sommer in Booten die Küsten Südeuropas erreichen, unser Bild über Flucht und Migration prägen, kommen die Betroffenen selbst so gut wie nie zu Wort. Im Versuch, dieses von Außen auferlegte Schweigen zu durchbrechen, haben die beiden Sozialanthropologiestudentinnen Annika Lems und Christine Moderbacher sich auf eine filmische Spurensuche nach dem Phänomen der Harragas gemacht.
Durch die Geschichten Khaleds und Ghabsis entstehen Perspektiven auf Flucht und Migration, die weit entfernt von kollektiven Massenerfahrungen sind, wie es uns die Medien oft vereinfachend vermitteln.

Der Film bewegt sich scheinbar nahtlos zwischen den nationalstaatlichen Grenzen Tunesiens und Italiens hin-und her und zeigt die Brüchigkeit der sogenannten „Festung Europas“ und die Unmöglichkeit, Menschen in ihrem Drang nach Fortbewegung zum Erstarren zu bringen.

Im Anschluss an den Film gibt es ein Gespräch mit beiden Regisseurinnen.

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